Die Wallfahrt  Unserer Lieben Frau vom Hörnleberg

Das Marienheiligtum Unserer Lieben Frau auf dem Hörnleberg ist weit über das Elztal hinaus bekannt und im Lauf der Jahrhunderte zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort geworden. Für die Talbewohner ist der Hörnleberg längst ein Stück Heimat.

Sein herausragender steiler Gipfel von 907m mag ihm zu seinem Namen verholfen haben, oder waren es die Harelungen, unsere heidnischen Vorfahren, die dort oben den Aufgang der Sonne erwartet und den gleisenden Feuerball verehrt haben sollen? Schon 1807 schreibt der Chronist, es sei "undenklich uralte Tradition, daß auf dem Hörnleberg ein heidnischer Sonnentempel gestanden, bei Einführung des Christentums aber in eine Marienkapelle verwandelt worden".

Eine Notiz von 1787 in der Registratur des Erzb. Archivs besagt ebenso, daß nach uralter Tradition auf dem Hörnleberg einst ein Götzentempel gestanden sei, der vor tausend und sechzig Jahren (demnach im Jahre 727) der Bischof zu einer Muttergotteswallfahrt eingeweiht habe.

Auch die Sage hat ihre Schleier um den Hörnleberg gewoben. So berichtet die Gründungssage von einem blinden Mann, der im Elsaß lebte und versprochen hatte, auf dem Berg eine Kapelle zu erbauen, den sein Auge zuerst erblicken würde, wenn er das Augenlicht wieder bekäme. Er wurde erhört und sah den fernen Hörnleberg. Alsbald wollte er sein Versprechen einlösen. Man überredete  ihn, nicht auf dem Berggipfel , sondern weiter unten an den Berg zu bauen. Doch das Bauholz lag zweimal des Morgens auf dem Gipfel. Das zweitemal samt dem Zimmermann, der das Holz bewachen sollte. Nun erkannte man den Willen Gottes und errichtete das Heiligtum auf der Bergkuppe.

Eine andere Version erzählt, der Elsäßer sei nicht blind gewesen, aber unerträgliche Schmerzen hätten  ihn nachts geplagt, so daß er jeweils sehnlich die Sonne und den Tag erwartet hätte. Eines Morgens sah er in der Sonne, die hinter dem fernen Hörnleberg aufging, mehrmals die Gottesmutter mit dem Kind. Er gelobte, eine Kapelle auf diesem Berg zu errichten, wenn seine Schmerzen wegblieben. Er wurde gesund und hielt sein Versprechen. Das Marienbild ließ er so anfertigen, wie er es in der Sonne gesehen hatte. Jedenfalls kamen in alter Zeit auch Pilger aus dem Elsaß auf den Berg.

Drei Holzschnitte von 1492, 1626 und 1649 zeigen das gekrönte Gnadenbild, demnach auch im Strahlenkranz, das Kind auf dem Arm und das Lilienszepter in der Hand, auf der Mondsichel stehend.

Der Holzschnitt von 1492 zeigt  noch die Wallfahrtskapelle, den steilen Pilgerpfad und am oberen Rand die Inschrift  "HERNLEBERG", unten ein kniendes Ehepaar, das wohl die sagenhaften Gründer der Kapelle darstellen soll, sowie die Schrift "S. MARIA - ORA - PRO - NOBIS  1492".

Das Andachtsbildchen von 1626 weist als  Überschrift die Worte "VNSER  FRAVW AVFF DEM HERNLEBERG - F - O und als Beiwerk die Kapelle und einen knienden Kleriker mit Rosenkranz, Pilgerhut und Stab auf. Das Gnadenbild hier ohne Szepter.

Urkundlich hören wir von der "capellam uf dem Hörnlin" erstmals 1469 im Pfründebesetzungsbuch der Diözese Konstanz, dem Liber proklamationem. Offenbar hatte die Kapelle damals einen eigenen Kaplan. Im Registrum subsidii caricativi, einem kirchlichen Sammlungsregister, erscheint 1493 die "Capella zum Hörnlin filialis" als zur  Pfarrei Oberwinden gehörig. Damals wohnte ein Waldbruder bei der Kapelle. Schon 1513 besteht eine Bruderschaft zu Ehren der Himmelfahrt der allerseligsten Jungfrau Maria, die am 10. März 1625 vom Konstanzer Bischof Jakob Fugger von Kirchberg bestätigt wird. Die Statuten hatte vermutlich der Waldkircher Stiftsprobst Johannes Eisenmanger verfaßt.

Noch im gleichen Jahre am 5. November 1625 gewährt Papst Urban VIII. der Bruderschaft reichlich Ablässe. Die darüber im Vatikan ausgefertigte Pergamenturkunde mit anhängender Bleibulle verwahrt das Pfarrarchiv Oberwinden.

Schon zu Ende des 16. Jahrhunderts 1598 erscheint in Konstanz von Joh. Georg Tibianus eine

"Kurtze Hist. Beschreibung von dem Anfang, Ursprung, Herkommen, Frucht- und Nutzbarkeiten des Wallfahrtens"..., in der über die Wallfahrt Hörnleberg lediglich gesagt ist "Auff dem Hürnlin, das ist nichts news (neues)". Sie war also so bekannt, daß es keiner weiteren Beschreibung bedurfte.

Kriegsschäden und Blitzschlag

Die Wallfahrtskapelle hat im Verlauf ihrer langen Geschichte mannigfache Schicksale und Zerstörungen erlebt. Was vor dem Dreißigjährigen Krieg an Bränden und Kriegseinfällen geschah, wissen wir nicht. Das Inferno des Dreißigjährigen Krieges aber verschonte auch den Hörnleberg nicht. Zwischen dem 27. März und dem 4. April 1639 wurde Kapelle und Bruderhaus durch die Söldnerscharen geplündert und verbrannt. Dabei ist wohl auch das Gnadenbild untergegangen, denn das heutige Bildnis entspricht nicht den eingangs erwähnten Holzschnitten. Das Heiligtum wurde zusammen mit den verwüsteten Wohnstätten bald wieder aufgebaut, zunächst aus Holz, denn schon im Jahre nach dem Friedensschluß erscheint 1649 in Freiburg die erste gedruckte Beschreibung der Wallfahrt, die im Stift Waldkirch verfaßt wurde.

Seit 1650 war wieder ein Eremit in einem Bruderhaus auf dem Berg. Es war Lorenz Nopper aus Siegelau. Für die Pilger wurde ein Wirtshaus errichtet, das verpachtet wurde. Die Bleibacher hatten das Bauholz zur Kapelle geschenkt. 1681 ist Martin Volk aus Elzach Bruder auf dem Hörnleberg. Im gleichen Jahre konnte das "Gotteshaus Hörnleberg" 100 Gulden Kapital ausleihen.

Am 17. März 1839 schreibt Pfarrer Thomas Schwenk von  Oberwinden, daß er vor Jahren als er Vikar in Oberwinden gewesen sei, in einem alten, nicht mehr vorzufindenden Buche, gelesen habe, die Kapelle sei auch im Jahre 1684 verbrannt. Wenn dies zuträfe, wäre das Heiligtum insgesamt viermal einer Brandkatastrophe zum Opfer gefallen. In einer Instruktion von 1683 hinsichtlich der Gottesdienste auf dem Hörnleberg  durch den Vikar von Oberwinden und dessen Bezüge wird bestimmt, daß vor Mariä Verkündigung, 25. März, bis Martini, 11. November, wenn es das Wetter gestattet, wöchentlich am Dienstag und Donnerstag und an verschiedenen Festen auf dem Berg Gottesdienst zu halten sei.

Er erhält für jeden Gang zehn Batzen und von den geopferten Kälbern, Güllern, Butter und Käse, was er in seiner Haushaltung braucht. Auch die Kapuziner von Haslach halfen damals in der Hörnleberg-Seelsorge schon aus.

1732 wurde in Bleibach Geld gefunden, das der Wallfahrt geschenkt wird. Ebenso stiften zwei Bleibacher Ehepaare der Kapelle 18 Juchert Wald. Ein Inventarverzeichnis von 1741 zeigt, daß die Kirche mit allen Paramenten und Geräten ausgestattet war. Die Bleibacher stellen 1757 von Bleibach bis auf den Berg einen Kreuzweg auf, der 1827 versteigert wird.

Durch Blitzschlag wird die Wallfahrtskirche am 26. Mai 1763 erneut ein Raub der Flammen. Das Gnadenbild sei in letzter Minute von einem Simonswälder Bauern, dem sog. Kuri-Schwarz aus dem Ettersbach, der in der Nähe auf dem Feld arbeitete, gerettet worden. Man sagt, die angeschraubte Figur sei ihm wie von selbst in die Arme geglitten. Das Heiligtum wird umgehend wieder aufgebaut.

Der Bischof von Konstanz, Kardinal Franz Konrad von Rodt, rief zu einer Sammlung auf, die von Regierungseite unterstützt wird. Eine weitere Spendenaktion wird 1768 zur Schuldentilgung durchgeführt. An Martini 1764 findet der erste Gottesdienst nach dem Brand statt. Nachdem die Kirche mit drei Altären, Kanzel  und  Orgel ausgestattet war, fand am 16. August 1765 durch den Konstanzer Weihbischof Franz Karl Joseph von Fugger-Kirchberg die Kirchweihe statt.

Der Hochaltar wurde zu Ehren der Himmelfahrt Mariens, der rechte Seitenaltar zu Ehren des hl. Josef und der linke zu Ehren des hl. Johannes Nepomuk konsekriert.

1768 wird in einem Bericht der vorderösterreichischen Regierung von einem "Wundertätigen Gnadenbild" gesprochen. Um 1780 kamen die Pilger sogar aus dem oberen Elsaß. Im Bruderhaus

wohnte seit dem Dreißigjährigen Krieg ein Eremit, der jährlich 30 Gulden bezog und die Naturalien zu seinem Unterhalt, sowie einen Eremitenrock so oft nötig. Er hatte die Kapelle zu betreuen, die Tagzeiten zu läuten und den Mesnerdienst zu versehen. Auch die Haslacher Kapuziner wohnten im Bruderhaus, wenn sie mehrere Tage zur Aushilfe zu Fuß von Haslach über die Biereck durch Elzach auf den Berg kamen, was jährlich ungefähr fünfzehn Mal geschah und jeweils bis zu vier Tagen.

Sie erhielten dafür jährlich ganze 23 Gulden. Einhundertfünfzig Jahre bis zur Aufhebung des Klosters 1801 kamen die Kapuziner um in der Wallfahrtsseelsorge auszuhelfen. Der Hörnlewirt lebte mit seiner Familie auf dem Berg, um im Wirtshaus für das leibliche Wohl der Pilger zu sorgen. Er hielt einen Esel als Last- und Reittier. Zeitweilig versah er auch den Organistendienst.

Bedrängnisse durch kaiserliche Verordnungen und Säkularisierung

Dunkle Wolken zogen sich über dem Hörnleberg zusammen, als Kaiser Josef II. 1783 verordnete, daß alle Wallfahrtskirchen, die nicht Pfarrkirchen waren, als überflüssig abzubrechen und die Gnadenbilder in die zuständige Pfarrkirche zu übertragen seien. Es war sogar beantragt, das Gnadenbild in die zur Erbauung vorgesehene Pfarrkirche in Yach zu übersetzen. Stiftsprobst Franz Joseph Birsner von Waldkirch und Pfarrer Franz Joseph Schilling von Oberwinden erreichten, daß die Wallfahrt noch einmal bestehen bleiben durfte. Aber es gab keine Ruhe mehr. Das Bruderhaus war bereits abgegangen. Dem Wirt Michael Schirmeyer verlängerte das Obervogteiamt in Waldkirch 1802 zwar noch einmal den Pachtvertrag bis zum Jahre 1818.

Wie aus den "Gegenvorstellungen" des Pfarrers und Wallfahrtsrektors Joseph Brugger von Oberwinden vom 13. Januar 1807 hervorgeht, hatten die ehemaligen Chorherren des aufgehobenen Stifts Waldkirch vorgeschlagen, eine Pfarrei Siensbach aus dem Vermögen der Wallfahrt Hörnleberg zu fundieren, obwohl aus 24 umliegenden Ortschaften, aus den fürstenbergischen und württembergischen Landen, ja sogar aus dem Elsaß Pilger kamen, oft sogar bis zu 3000 an einem Tag.

Doch kleinliche Verbote und Gebote, die bis in die Gottesdienstgestaltung hineinredeten, brachten immer mehr Einschränkungen.

Das Ende der Wallfahrt

In der Nacht vom 4. auf den 5. September 1826 schlug der Blitz abermals in die Kapelle und hinterließ nur rauchende Ruinen. Das unwürdige Spiel war zu Ende. Schon am 14. Oktober 1826 verfügt das Ministerium in Karlsruhe, daß die Wallfahrtskirche nicht mehr aufgebaut werden dürfe, obwohl die Mittel vorhanden gewesen wären und die Bevölkerung dies gewünscht hätte. Das gerettete Gnadenbild sei in der Kirche zu Oberwinden aufzustellen.

Die Baumaterialien der Kirchenruine und die Brandversicherungssumme seien zur Erweiterung der Pfarrkirche Oberwinden zu verwenden. Die gestifteten Jahrtage sind in der Pfarrkirche Oberwinden zu halten. Das Bischöfliche Generalvikariat Konstanz hatte diesen Ministerialerlaß beantragt und forderte von der Wallfahrtsleitung Bericht, ob das Wallfahrtsbild nicht gegen die Erbauung verstoße und abgeändert werden müsse. Man wußte wohl, daß solange das Gnadenbild vorhanden ist, die Wallfahrt nicht für immer erloschen sei. Am 24. Dezember  1827  wird die Kapellenruine und das Wirtshaus um 243 Gulden und 35 Kreuzer versteigert. 1834 folgte der Kapellenwald für 670 Gulden. Das Kapellenvermögen wurde mit dem Kath. Kirchenfonds Oberwinden vereinigt. Die Kirchenruine wurde jedoch nicht abgebrochen. Man hatte darin ein Marienbild aufgestellt, vor dem viele Menschen ihre Andacht verrichteten.

Neue Blütezeit für die Wallfahrt

Das alte Bistum Konstanz mit dem staatskirchlich gesinnten Bistumsverweser von Wessenberg war 1827 dem Erzbistum Freiburg gewichen. Im Mai 1851 fand von Simonswald aus die erste öffentliche Prozession mit Gottesdienst auf dem Berg statt. Der Wiederaufbau setzte ein. Am 17. August 1856 benedizierte Pfarrer Keller von Oberwinden mit Erlaubnis des Erzbischofs Hermann von Vicari den Chor der Kapelle. Der Donnerstag wurde wieder als Wallfahrtstag bestimmt. 1858 kam ein Altar in die Kapelle und die Gießerei Rosenlächer in Konstanz goß drei neue Glocken, die am 3. Oktober 1858 geweiht wurden. Ein eigener Hörnlebergkapellenfonds wurde gegründet und die Kirchengeräte von der Pfarrkirche Oberwinden zurückgegeben. Inzwischen waren Sakristei und ein Dachreiter gebaut worden. Bis 1878 war das Langhaus bis zur heutigen Seitentüre angebaut und wurde 1888 auf das heutige Ausmaß verlängert.

Endlich am Rosenkranzfest, dem 7. Oktober  1883 konnte das Gnadenbild unter großer Feierlichkeit von der Pfarrkirche Oberwinden in die neue Kapelle übertragen werden. 5000 Pilger nahmen an der Feier teíl. Ein Ehepaar aus Freiburg stiftete ein Jahr darauf  den noch vorhandenen Hochaltar mit den Assistenzfiguren der hl. Mutter Anna und des hl. Joachim. 1890 war mit der Anbringung der Deckengemälde die Innenausstattung vollendet. Ein Kreuzweg konnte 1892 eingeweiht werden und 1914 wurde eine Umkleidehütte erstellt. Das Geläute fiel den Glockenablieferungen 1917 und 1942 zum Opfer. Noch einmal während des 2. Weltkrieges drohte der Kapelle der Untergang, als wenige Meter unterhalb des Berggipfels ein Flugzeug zerschellte und ausbrannte. Bald nach Kriegsende stiftete die Pfarrgemeinde Welschensteinach eine neue Glocke; 1950 kamen zwei weitere dazu, die in der Gießerei Schilling in Heidelberg gegossen wurden. Damit hatte der Berg seine ehernen Stimmen wieder erhalten. In den Folgejahren wurde ein Pilgerhaus erstellt, die Gebäude elektrifiziert und Renovierungen in der Kapelle vorgenommen.

Das Gnadenbild gestohlen

Ein schwerer Schlag war der dreiste Diebstahl des Gnadenbildes, der am 19. September 1973 entdeckt wurde. Niemand wollte verstehen, daß dieses verehrte und altehrwürdige Muttergottesbild einer Habsucht zum Opfer gefallen war der nichts heilig ist. Unmittelbar nach dem Raub hatte ein von einem begabten Künstler gemaltes Bild der Hörnleberg-Madonna  in der Altarnische Platz gefunden.

Doch bald zerrann die Hoffnung, daß das geraubte Marienbild wieder auftauchen könnte und man faßte den Entschluß, eine Kopie anfertigen zu lassen.

Bildhauermeister Konrad Wernet aus Elzach unterzog sich dieser nicht leichten Aufgabe und schuf nach Fotos das neue Gnadenbild, das in der Werkstätte Geschöll in Freiburg gefaßt wurde.

Das Heiligtum hat wieder seinen Mittelpunkt

Am 1. Mai 1982, als dem Beginn des Wallfahrtsjahres, hielt das neue Gnadenbild seinen Einzug. In feierlicher Prozession wurde es von der Pfarrkirche St. Stephan in Oberwinden auf den Berg getragen.

Die Musikkapellen von Ober- und Niederwinden und der umliegenden Ortschaften gestalteten den Prozessionsgottesdienst mit. Auf dem Platz vor der Kapelle erfolgte die Weihe der Muttergottesstatue durch Weihbischof Dr. Karl Gnädinger und Inthronisation auf dem Hochaltar. Anschließend wurde der Zelebrationsaltar konsekriert und das Hochamt gefeiert. Mit diesem bischöflichen Gottesdienst fand die über Jahre sich erstreckende Außen- und Innenrenovation ihren krönenden Abschluß.  

Die Außenfassade hatte eine neues Gewand erhalten. Das Missionskreuz wurde erneuert. Der Innenraum hat durch eine lichte Farbgebung und behutsame Dekorationsmalerei sehr gewonnen. Die gemalte Kassettendecke von 1890 mit den Gemälden Herz Jesu, Herz Maria und St. Josef geben dem Raum einen eindrucksvollen Akzent, der durch stilvolle Leuchten noch verstärkt wird. Den beherrschenden Mittelpunkt bildet der Hochaltar von 1884 in dem über dem Tabernakel das Gnadenbild thront.

Der Zelebrationsaltar und der Ambo sind in der gleichen Stilform gehalten. Die Seitenaltäre wurden nicht mehr aufgestellt. Eine Pieta und eine Kreuzigungsgruppe traten an deren Stelle. Die Chor- und Langhauswände schmücken Figuren der Heiligen Elisabeth, Monika, Notburga, Michael, Josef, Nikolaus, Wendelin, Sebastian und Christophorus.

An Maria Himmelfahrt 1987 wurde ein Kreuzweg eingeweiht der, von Bildhauermeister Albert Schonhart aus Simonswald geschaffen, um den Freialtar aufgestellt ist.

Neuerdings wurde der wöchentliche Wallfahrtstag aus zwingenden Gründen von Donnerstag auf den Samstag verlegt. 1994 wurde die Lourdesgrotte nach Demolierung wieder erneuert und eingeweiht.

Die uralte Wallfahrt auf dem Gottesberg des Elztales erstrahlt nunmehr in neuem festlichem Glanz. Immer wieder in seiner Geschichte hat sich das Bergheiligtum buchstäblich aus der Asche erhoben als ein weithin leuchtendes Zeichen der Marienverehrung.

Zuversichtlich stimmt, daß der Hörnleberg auch zu Beginn des neuen Jahrtausends für die Menschen seine Ausstrahlung nicht verloren hat. Er war für  die Talbewohner und auch über die Region hinaus, zu allen Zeiten der Berg von dem Hilfe kommt.

 

Josef Weber, Elzach

 

Quellen:

Registratur des Erzb. Archivs, Freiburg

Pfarrarchiv Oberwinden, Rubrik IX, XII, XV Hörnleberg (Baulichkeit, Historische Dokumente, Gottesdienst, Wallfahrt und Stiftungen)

Generallandesarchiv Karlsruhe, 26/70 Nr. 985 u. 986

Störk Wilhelm, U.L. Frau vom Hörnleberg, 2. Auflage, Frbg. 1892

Rambach Hermann, Aus der Geschichte von Bleibach, 1978

Freiburger Diözesanarchiv, 1907, NF8/  24. Bd. 1895 S. 233

Zeitschrift des Freiburger Geschichtsvereins, 42. Bd. 1929, Albert P.P., Hörnleberger

Wallfahrtsbilder

F.F. Archiv Donaueschingen, Tibianus J.G. Wallfahrtsbüchlein

Weber Josef, Der Gottesberg des Elztales, Elztäler Wochenbericht v. 02.07.1981